Seit der Einführung des Pap-Tests im Jahr 1971 hat das Screening durch regelmäßige Abstriche sowie durch die Diagnose und Behandlung von präkanzerösen Läsionen dazu beigetragen, die Inzidenz und Mortalität des Zervixkarzinoms in Ländern mit systematischem Screening bis zu 80 % zu senken. (11) Seit einigen Jahren stagniert die Rate an Neuerkrankungen in Deutschland jedoch, weshalb seit Januar 2020 die HPV-Testung in das Vorsorgeprogramm aufgenommen wurde.
Seit Anfang 2020 werden alle gesetzlich krankenversicherten Frauen im Alter von 20 bis 65 Jahren über die Möglichkeit zur Teilnahme an der Krebsfrüherkennungsuntersuchung (KFU) informiert. Entsprechend altersabgestufter Untersuchungen sieht die KFU für Frauen zwischen 20 und 34 Jahren eine jährliche Vorsorge durch den Pap-Abstrich vor. Frauen ab dem Alter von 35 Jahren wird künftig alle drei Jahre eine Ko-Testung, bestehend aus Pap-Abstrich und HPV-Test, angeboten.
Für den Test werden zervikale Zellen benötigt, die vorsichtig mit einer Bürste oder einem speziellen Spatel von der Endo- und Ektozervix abgeschabt werden. Die entnommenen Zellen werden auf einem Objektträger ausgestrichen, mit Alkohol fixiert und nach Papanicolaou gefärbt. Anschließend werden die Zellen anhand eines Mikroskops auf Veränderungen untersucht.
Für den Test werden zervikale Zellen benötigt, die vorsichtig mit einer Bürste oder einem speziellen Spatel von der Endo- und Ektozervix abgeschabt werden. Die entnommenen Zellen werden auf einem Objektträger ausgestrichen, mit Alkohol fixiert und nach Papanicolaou gefärbt. Anschließend werden die Zellen anhand eines Mikroskops auf Veränderungen untersucht.
Die stagnierende Erkrankungsrate kann auf verschiedene Limitierungen der Pap-Zytologie zurückgeführt werden:
Niedrige Sensitivität der Pap-Zytologie für den Nachweis einer präkanzerösen Läsion (13)
Niedrige Spezifität der ASC-US und LSIL Zytologie für das Erkennen präkanzeröser Läsionen (13,14)
Hohe Variabilität der Ergebnisse zwischen einzelnen Laboren (13)
Zervikale Adenokarzinome werden bei der Zytologie oft übersehen (14)
Frauen mit Erkrankung bei unauffälliger Pap-Zytologie (Untertherapie)
Frauen ohne Erkrankung, die jedoch bei wiederholt auffälligen Zytologie-Befunden unnötigen Behandlungen ausgesetzt werden (Übertherapie)
Nur ein Teil der Frauen mit Krebsvorstufen (gelb) wird mit der einmaligen Pap-Zytologie im Screening erkannt. Etwa die Hälfte der betroffenen Frauen zeigt einen unauffälligen zytologischen Befund. Andererseits sind nur wenige der Frauen mit einer auffälligen Pap-Zytologie (Lupe) tatsächlich an einer Krebsvorstufe oder Krebs (CIN3+) erkrankt. (15,16)
Mit dem
Goldstandard HPV-DNA Nachweis
Bei einem positiven Testergebnis kann mit einem nachfolgenden
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